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[Review] John Coffey und Swain spielten im Cassiopeia in Berlin

26. September 2016
by

John Coffey + Swain
08. September 2016 – Berlin, Cassiopeia

Willkommen und Abschied. Willkommen Swain („Haste die schon gehört? Musste hin!“), auf bald John Coffey („Kennste? Die mit dem Becher auf dem Festival!“) Seit ein paar Jahren macht die Punk’n’Roll Combo John Coffey regelmäßig die deutschen Club-Bühnen und Festivals unsicher. In ihrer Heimat, den Niederlanden, verkaufen sie regelmäßig 2000er-Venues aus. Doch nun soll damit Schluss sein. Bevor es in den vorzeitigen Ruhestand geht, machen sie noch eine Club-Tour durch’s Nachbarland, um sich danach mit einem großen Knall im Melkweg in Amsterdam zu verabschieden.

Im Vorprogramm haben John Coffey ihre Landsleute Swain mitgebracht. Das bei End Hits Records erschienene The Long Dark Blue ist schon Album Nummer 3 und ehrlich gesagt, ist mir die Band bis auf den Namen unbekannt, als sie die Bühne betreten. Freunde haben sich besser vorbereitet und wahlweise die Promos gutgeheißen oder eh schon alle Vorgängerplatten im Schrank. Auch der Publikumszuspruch verrät, dass man das mittlerweile in Berlin ansässige Trio, welches live mit personeller Verstärkung zu viert auftritt, im Auge behalten sollte. Der Auftritt wird dann dominiert von einem amüsiersüchtigen Teenager-Pogo-Trio, das bald einige Nachahmer ansteckt, und dem 90er-Genremix, den Swain auf die Bühne bringen. Die Collage aus Grunge, Skate-Punk, College-Rock und einer Prise Hardcore geht gut ins Bein und in die Zeigefingerkuppen.

Die drei auf der Bühne scheinen auch zufrieden zu sein und können sich nun aus der Sauna verabschieden oder der krassesten Abschiedsparty beiwohnen, die ich seit Langem gesehen hab. Man versteht nach diesem Auftritt, warum John Coffey eine Festivalmenge und Tausender-Crowds mitreißen können. Die Schweinerocker geben dermaßen die Frontsäue, dass kaum ins Gewicht fällt, wie sehr manche der eingängigen Melodien auch von Bon Jovi aus den Spät-Achtzigern stammen könnten. Trotzdem: Side2Side, Wall of Death von vorne bis hinten, Crowdsurfing inkl. Baumeln an den Deckenanbauten – das sind scheinbar so die Standards, die allein innerhalb von drei Songs abgearbeitet werden. Meine Fresse, John Coffey machen in extrem guter Form Schluss.

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