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[Review] Blood Red Shoes spielten im Astra

13. Mai 2014

Blood Red Shoes + The Wytches
Berlin, Astra Kulturhaus – 10. April 2014

Einer fehlt: Auf jeder Berlin-Show der letzten Jahre war er zu sehen. Heute ist nirgendwo zu sehen. Kein Crowdsurfen, kein Auf-den-Schultern-Sitzen. Die Rede ist von dem Typen, der sich sonst regelmäßig in einem rosa Hasenkostüm auf den Konzerten des Duos aus Brighton gezeigt hat. Er ist nicht da. Dafür haben die Blood Red Shoes ganz offenbar in den letzten Jahre viele neue Freunde gewonnen. Das Astra ist zwar nicht ausverkauft, aber sehr ansehnlich gefüllt. Damit spielen die Blood Red Shoes ihre größte Headline-Show außerhalb ihres Heimatlandes – Glückwunsch!

Von der Vorband werden wir traditionsgemäß in Kürze zu hören bekommen. So war es bislang bei fast allen BRS-Supports: Pulled Apart By Horses, Wallace Vanborn, DZ Deathrays, Slaves. In diese Reihe können sich nun The Wytches stellen. Weil das Schlagzeug der Haupt-Band seitlich aufgebaut ist und nicht im Bühnenhintergrund, stellen sich die vier Jungspunde ihrerseits seltsam asynchron auf. Macht aber nichts, das wird nicht der Grund sein, warum so viel ungeübtes Stimmband in der ersten halben Stunde kaputtgeschrien wird. Der Sound ist nicht spektakulär, die schwarzen Haare hängen ihnen über’s Gesicht, die dunklen Klamotten scheinen genauso dünn. Und doch, wahrscheinlich wird man von ihnen hören. Weil sie das ernst meinen und trotzdem nicht verbissen klingen. Doch, doch, wir sprechen uns beim nächsten Mal.

Dass es auch für die BRS ein nächstes Mal geben wird, steht außer Frage. Die beiden haben ihr viertes, selbstbetiteltes Album im Rücken und vertrauen nach dem Intro doch erst mal auf altbewährte Lockerungsübungen zu I Wish I Was Someone Better und Don’t Ask. Dabei verrutschen bei Laura-Mary Carter ungewöhnlich viele Töne. Das stört zwar niemanden, aber fällt schon auf. Später wird klar, dass Mutti extra eingeflogen ist, um die Band in ihrer zweiten Heimat zu sehen, wo Blood Red Shoes auch entstanden ist. Mit der Zeit werden die Finger und die Stimmung jedoch lockerer und die neuen Songs zeigen alle ihre Stärken. Da gibt es schlichtweg nicht ein einziges Anzeichen für einen Stimmungsabfall. Man könnte meinen, dass eine Band mit vier guten bis sehr guten Alben im Rücken ihre Spielzeit langsam auch steigern könnte, aber da liegt er, der Schlüssel. Nach 70 Minuten voller Hits gehen die beiden das erste Mal von der Bühne. ein wenig hat man aber das Gefühl, dass die drei Zugaben heute wirklich ein Dankeschön ans Berliner Publikum sind. Wir sehen uns beim nächsten Mal!

Weitere Berichte gibt es bei katimaniac.com und dazu gibt es jede Menge Bilder von rockzoom.de.

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