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2013 – Die Alben des Jahres

28. Dezember 2013
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Spät dran, wie immer, aber hier kommen auch noch meine Alben des Jahres. Wie immer ohne den Anspruch, die besten Alben zu repräsentieren, sondern vielmehr die Platten, die mir in diesem Jahr die wichtigsten und schönsten waren; die Platten, die ich am meisten gehört habe. Immer mit ein paar Worten, Streams und solchen Sachen versehen. Was waren eure Favoriten?

Listener - "Time Is A Machine" (Tangled Talk Records /UK VÖ: 22.07.13)

Listener – „Time Is A Machine“ (Tangled Talk Records /UK VÖ: 22.07.13)

#10 Listener – Time Is A Machine

Von allen hier genannten Alben war Time Is A Machine wahrscheinlich das Album, das mich am schnellsten für sich gewann. Zugleich war es das erste Album der Amerikaner, das ich bewusst wahrnahm. Der Sprechgesang gehört zu den eindringlichsten Lyrics, die ich in diesem Jahr gehört habe. Der misslungene Versuch, Listener im ausverkauften Privatclub live zu sehen, ist ein Wermutstropfen, den ich mit dem tollen Album verbinde.

www.iamlistener.com | Facebook | Album-Stream | Review

Herrenmagazin - "Das Ergebnis wäre Stille" (Delikatess Tonträger / VÖ: 15.03.13)

Herrenmagazin – „Das Ergebnis wäre Stille“ (Delikatess Tonträger / VÖ: 15.03.13)

#9 Herrenmagazin – Das Ergebnis wäre Stille

Noch letztes Jahr hätte ich mir selbst den Vogel gezeigt bei der Vorstellung, Herrenmagazins Album in diese Liste mit aufzunehmen. Die Vorab-Single hat meine Meinung über die Band deutlich geändert. Ich hatte sie ganz anders in Erinnerung, fand sie live nicht überzeugend und habe eigentlich kein gutes Haar an ihnen gelassen. Das Ergebnis wäre Stille war aber super und auch auf der Bühne waren sie mit das sympathischste, was ich dieses Jahr gesehen habe.

www.herrenmusik.com | Facebook | Album-Stream | Free Download: In toten Hügeln | Videos: Landminen, In toten Hügeln

Love A - "Irgendwie" (Rookie Records / Cargo Records / VÖ: 12.04.13)

Love A – „Irgendwie“ (Rookie Records / Cargo Records / VÖ: 12.04.13)

#8 Lova A – Irgendwie

Ein tolles Album haben Love A aus Trier mit Irgendwie vorgelegt. Die Titel immer noch kryptisch, ätzender Zynismus minus pubertäre Provokation, die das erste Album noch so charakterisiert hat. Wohltuend, dass sie auf den Konzerten die „Freibad“-Rufe absichtlich überhörten. Bei Love A freue ich mich auf viele weitere Shows und Songs.

www.love-a.de | Facebook | Anhören: Juri | Videos: Windmühlen, Kommen und Gehen

The National - "Trouble Will Find Me" (4AD / Beggars / Indigo / VÖ: 17.05.13)

The National – „Trouble Will Find Me“ (4AD / Beggars / Indigo / VÖ: 17.05.13)

#7 The National – Trouble Will Find Me

Das Album, an welches ich in diesem Jahr – neben Frank Turners Tape Deck Heart – die höchsten Erwartungen angelegt habe, hat es immerhin in die Top Ten geschafft, wenngleich es mich nicht von vorne bis hinten umwerfen konnte. Mit einem halben Jahr Abstand hätte es dem Album in meinen Ohren sogar gut getan, ein bis drei weniger ruhige Songs aufzutischen. Dann hätte es stärker auf mich gewirkt. Die Lyrics in Demons, Slipped oder Hard To Find finde ich gut, wie immer, aber als Songs haben sie bei mir nicht die Spots getroffen, wie ich mir das wünsche. Dahingegen waren This Is The Last Time, Sea Of Love oder Graceless für mich instant classics. Insgesamt also Jammern auf sehr hohem Niveau.

www.americanmary.com | Facebook | Videos: Demons, Sea Of Love, Graceless | Free Download: Don’t Swallow The Cap

Volcano Choir - "Repave" (Jagjaguwar / Cargo Records / VÖ: 30.08.13)

Volcano Choir – „Repave“ (Jagjaguwar / Cargo Records / VÖ: 30.08.13)

#6 Volcano Choir – Repave

Was lag die Platte lange ungehört rum! Die hohe Stimme von Bon Iver hat bei mir immer eher Zahnschmerzen verursacht. Aber dann war diese Live-Version von Byegone und siehe da, so hoch singt der Justin ja gar nicht mehr. Oder sagen wir: Er singt nicht mehr ganz so oft mit der Kopfstimme. Dafür bietet die Platte mit Synthies und Autotune genug Gewöhnungsbedürftiges. Wenn man die Anfangswehen hinter sich hat, erwartet einen eine tolle Platte mit großen Melodien und schönen Songs. Einzig Keel kann nicht mithalten und wirkt in seiner Unstrukturiertheit wie ein Überbleibsel des Debüts, das noch nicht so melodiös daherkam.

www.volcanochoir.com | Facebook | Videos: Alaskans, Byegone

I Am Kloot - "Let It All In" (PIAS / rough trade / VÖ: 18.01.13)

I Am Kloot – „Let It All In“ (PIAS Recordings / rough trade / VÖ: 18.01.13)

#5 I Am Kloot – Let It All In

Das Album erschien im Januar und hat mich über weite Strecken des Frühjahrs begleitet. Sky At Night hat mich vor drei Jahren auf die Band aufmerksam gemacht, aber Let It All In hat dafür gesorgt, dass nun sämtliche Alben im Regal stehen. Was für eine tolle Band! Auch Let It All In ist im Grunde keine große Abweichung von dem Prinzip, dass man sich die Platte am besten als lebensweisen, nicht mehr nüchternen Mann vorstellt, der den Blues hat und ihn in verschiedene Facetten von Pop und Songwriter-Stücke kleidet. Im kleinen Club, im nicht mehr ganz jugendlichen Alter, die Haare sind auch schon etwas licht, Hauptsache, es ist jemand zum Zuhören und etwas zum Trinken da. Über die schwächere Version von Even The Stars, die vor Jahren deutlich energischer schon einmal erschien, und Forgive Me These Reminders, das keine richtige Melodie finden will, kann man da hinwegsehen.

www.iamkloot.com | Facebook | Album-Stream | Videos: Hold Back The Night, These Days Are Mine, Some Better Day | Review

Frightened Rabbit - "Pedestrian Verse" (Warner / 15.02.13)

Frightened Rabbit – „Pedestrian Verse“ (Warner / 15.02.13)

#4 Frightened Rabbit – Pedestrian Verse

Ich weiß, damit bin ich relativ spät, aber Frightened Rabbit ist eine meiner liebsten Neuentdeckungen aus 2013. Vor Pedestrian Verse waren die Schotten mir kein Begriff. Aber das Album ist trotz des ganzen Herzschmerz so geschmackvoll und gelungen, dass sie ganz nach oben auf die Liste der anzuschauenden Bands gerutscht sind. Denn obwohl sie fast ununterbrochen auf Tour waren, habe ich sie immer verpasst. Wollen wir hoffen, dass die angekündigte Pause nicht zu lang ausfällt. Holy war für mich einer der unangefochtenen Hits dieses Jahr.

www.frightenedrabbit.com | Facebook | Anhören: Late March, Death March, Dead Now  | Videos: State Hospital, The Woodpile, Backyard Skulls, Holy

The Flatliners - "Dead Language" (New Damage Records / Soulfood / VÖ: 13.09.13)

The Flatliners – „Dead Language“ (New Damage Records / Soulfood / VÖ: 13.09.13)

#3 The Flatliners – Dead Language

Die Flatliners aus Kanada waren mir bis zur Veröffentlichtung von Dead Language auch nur ein Begriff, weil der Name häufig auf den Ami-Punk-Seiten fiel. Dann landete das Album im Briefkasten – zwei Durchläufe hat es gebraucht, von da an lief das Album beinahe täglich auf meinem Player. 13 Hits. Die beste Punkrock-Platte des Jahres und die eingängigste seit On The Impossible Past von den Menzingers. Ein Sound, der die Räudigkeit der Band mit Breitband-Rock vereint. Aber am Ende ist es einfach die unerschöpfliche Menge an tollen Melodien, Riffs, Fills und Licks, kombiniert mit der schiebenden Energie, die diese 13 Songs durchweg groß machen.

www.theflatliners.com | Facebook | Album-Stream | Free Download: Drown In Blood, Caskets Full

Turbostaat - "Stadt der Angst" (Clouds Hill / rough trade / VÖ: 05.04.13)

Turbostaat – „Stadt der Angst“ (Clouds Hill / rough trade / VÖ: 05.04.13)

#2 Turbostaat – Stadt der Angst

Turbostaat haben auf ihrem fünften Album alles richtig gemacht. Punkt. Sie haben die richtigen Themen getroffen. Sie haben die richtigen Stimmungen erzeugt. Sie sind klug wie eh und je. Sie sind sicherlich etwas weniger stürmisch. Sie sind konkreter als früher, wenngleich nach wie vor nicht immer auf Anhieb zu verstehen. Ihre Live-Shows waren toll und die Songs haben sich nahtlos ins Set eingefügt. Toll, toll, toll und für mich mit Abstand die relevanteste Platte, die es in diesem Jahr in deutscher Sprache zu hören gab.

www.stadtderangst.de | Facebook | Videos: Sohnemann Heinz, Tut es doch weh, Alles bleibt konfus | Free Download: Sohnemann Heinz | Review

Queens of the Stone Age - "...Like Clockwork" (Matador / Beggars / Indigo / VÖ: 31.05.13)

Queens of the Stone Age – „…Like Clockwork“ (Matador / Beggars / Indigo / VÖ: 31.05.13)

#1 Queens Of The Stone Age – …Like Clockwork

Dass es nach so langer Wartezeit und dermaßen vielen Seitenprojekten noch einmal zu einem QOTSA-Album kommen würde, war ja alles andere als sicher. Dass es aber so stark werden würde, damit habe ich absolut nicht gerechnet. Kein einziger Ausfall. Dafür eine Vielfalt, die nie den Fokus vermissen und keine Langeweile aufkommen lässt. Es gibt keinen Brecher, keinen Song For The Dead, keinen Überhit, kein Make It Wit Chu und auch kein No One Knows. Auf …Like Clockwork zeigen sich Homme und seine Mitstreiter stattdessen als geschmackvolle und nachdenkliche Ratgeber, die vieles gesehen haben und genau wissen, dass man ihnen nur noch schwerlich ans Bein pissen kann. Auch wenn der Entstehungsprozess nach allem, was zu lesen und zu hören war, ja eine ziemliche Qual gewesen sein muss, erscheint daraus eien große Souveränität erwachsen zu sein, die ihnen alles ermöglicht.

Sie erlauben sich gleich zwei Klavier- und je nach Auffassung drei bis sieben Mid-Tempo-Stücke, ohne ein einziges Mal zu langweilen. In Smooth Sailing flirten sie mit Funk, in I Appear Missing mit Prog und durch die Bank weg mit einer beeindruckenden Gästeliste: Dave Grohl an den Drums von gleich fünf Stücken war da noch die kleinste Überraschung. Die Rückkehr von Nick Olivieri für Backing Vocals und die Zusammenarbeit mit Elton John bei Fairweather Friends gehört da schon eher zum außergewöhnlichen Anekdotenreichtum, den dieses Album umgibt. Die Songs auf …Like Clockwork haben mir zahlreiche gute Momente beschert, also sei euch das Album nochmals ans Herz gelegt.

www.qotsa.com | Facebook | Anhören: My God Is The Sun | Videos: Kurzfilm, The Vampyre Of Time And Memory

One Comment leave one →
  1. 29. Dezember 2013 23:46

    Ich hau mal was rein:

    Dave Hause – Devour
    John Moreland – In the Throes
    Northcote – Northcote
    The White Buffalo – Shadows, Greys & Evil Ways
    Gregory Porter – Liquid Spirit
    Buddy Guy – Rythm & Blues
    The National – Trouble Will Find Me

    …in zufälliger Reihenfolge.

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