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Klappe halten! Musik hören!

1. November 2010

Wir sind Helden
26. Oktober 2010 – Berlin, C-Halle

So, normalerweise hätte hier ein Review gestanden, wenn mir am Dienstag in der Columbiahalle ein Phänomen nicht so ultimativ auf den Sack gegangen wäre. Zugegeben, ich war spät dran: Die Halle war schon randvoll und da Wir sind Helden Konzerte jetzt nicht für Moshpits und viel Bewegung bekannt sind, musste ich mich mit einem Platz in den hinteren Reihen begnügen. Die Vorband war auch schon durch. Dann fing das Konzert an, aber merkwürdigerweise nahm das niemand in der Umgebung zum Anlass mit ihren Gesprächen über Rudi, Uschi, die Party von neulich und Tante Ralf aufzuhören.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass einem eine Performance durch das Gequassel der Mitmenschen versaut wird, aber bis jetzt ist mir das „nur“ als grobe Respektlosigkeit gegenüber Support-Acts passiert. Dass man sich aber ein Ticket für 30 Euro zulegt und dann eineinhalb Stunden lang nicht mal die Fresse halten kann, ist mir rätselhaft. Da wär mir ja das Geld zu schade, für weniger hätte man einen hervorragenden Abend in einer Kneipe verbringen können. Aber nee, die entschlossen sich gegen die Konzertlautstärke anzuschreien. What the hell?

Ich meine, es geht ja nicht um Mitsingen, Schreien, Jauchzen, WeißderGeier. (Mehr davon immer und überall bitte!) Es geht darum, dass die den Grund, warum die eigentlich da sind, nämlich das Konzert, verpassen und gleichzeitig anderen den Abend versauen. Also, wenn ihr euch angesprochen fühlt, nächstes Mal lieber Karte verticken und in ne Bar gehen anstatt dann beim Gig nicht die Schnauze halten zu können! Danke!

Das Konzert fand ich übrigens ansonsten gut.

Presseschau:

5 Kommentare leave one →
  1. 1. November 2010 11:39

    *Signed*. Fresse halten ist ein Luxus, den sich in der heutigen Zeit kaum noch jemand gönnt. ;-)

  2. 1. November 2010 14:55

    Ein Phänomen, welches immer häufiger auftritt. Schlimm so etwas.

    Aber glaube mir, ich hatte mit Sicherheit den wesentlich beschisseneren Abend, obwohl ich weiter vorne stand und um mich rum die Leute nicht quatschten.

    Ein französisches Pärchen (sie hieß Aurelie…), strunzevoll (die rochen dementsprechend auch nach Schnapsladen bei der Hitze und den Ausdünstungen), rieb sich ständig neben mir, dachten wahrscheinlich dass das eh keiner merkt wenn alle nach vorne zur Band schauen. Da es vorne aber mitunter doch recht eng war, rieben sie sich auch ständig an mir und man kam nicht umhin, hier einen (Fast-)Porno mal „live“ mitzuerleben. Auch mein vermehrtes (erst Dezentes, später Aufdringlicheres) Daraufhinweisen, dass ihr Verhalten doch störend sei, störte sie kaum, ganz im Gegenteil: Im unverständlichen Französich-Englisch-Gemisch versuchten sie immer wieder zu erklären, dass sie doch nur auf den Song Aurelie warten und nebenbei ein bisschen Spaß haben wollen. Es schien ihnen sehr unverständlich zu sein, wie man das denn nicht verstehen könne.
    Nachdem dann endlich (ENDLICH!) „Aurelie“ gespielt war, verzog sich auch das sich beißende Pärchen und ich konnte zumindest noch eine halbe Stunde versuchen, soeben Erlebtes und Gesehenes zu verarbeiten/vergessen, bevor dann das Konzert auch schon wieder vorbei war und ich mich fragte, welche Songs die Helden denn gespielt hätten…
    Einen Einzigen erinnere ich sehr sicher, und den bestimt auch für sehr lange Zeit. Es schien nämlich so, dass sie während besagten Liedes ihren „Höhepunkt“ hatten…

    Au man, ich habe in der C(olumbia)-Halle immer irgendwie das „Glück“, fragwürdige Erlebnisse haben zu dürfen…

    Laut mit anwesenden Freunden soll das Konzert an sich wohl recht annehmbar gewesen sein.

    • Frank permalink*
      2. November 2010 00:23

      Sorry Alex, aber ich konnte mir beim Lesen das Grinsen nicht verkneifen. :-D

      • 2. November 2010 08:26

        Ähh. Danke.
        Rückblickend finde ich das auch eher belustigend, aber an dem Abend selbst ging das gar nicht!
        Naja, schön wenn ich dich erheitern konnte… =)

Trackbacks

  1. 2010 – Ein Jahr in Scheiben « akkordarbeit

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