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Collapse Under The Empire „The Sirens Sound“

21. Mai 2010
Collapse Under The Empire: "The Sirens Sound" (VÖ: 21.05.10)

Collapse Under The Empire: "The Sirens Sound" (VÖ: 21.05.10 - Sister Jack / Cargo)

Dem weiten, weiten Feld des Postrock möchten in diesem Sommer Chris Burda und Matthew Jason alias Collapse Under The Empire aus Hamburg weitere Facetten hinzufügen. Das gelingt ihnen mit ihrem dritten Album seit Februar 2009 (!) nur teilweise.

The Sirens Sound fängt so an, wie es aufhört – mit einem langen Song, der nicht weiß, ob er nun eher dunkle Klangwelten mit seinen sphärischen Sounds erzeugen oder doch hier und dort den Sonnenschein durchschimmern lassen will. Überhaupt, das dunkle Plattencover passt, wenn überhaupt, höchstens zum Albumeinstieg. Hat man den Titeltrack jedoch durchgestanden, öffnen die beiden Instrumental-Musiker unerwartet luftige Räume. Das Schlagzeug-Spiel wird definierter, während sich im Opener bei manchem Beckenschlag ein Funke Free Jazz einzuschleichen schien. Die Harmonien werden schöner – und die Songs kürzer. Weniger Länge ist hier mehr Dichte, mehr Konzentration. Und Grade Seperation als kürzester Song auch der beste. Nicht allein wegen des handlichen 4:40-Minuten-Formats, vielmehr bespielt die Gitarrenlinie den Synthie-Teppich angenehm leichtfüßig.

Überhaupt: Synthies und Gitarre. Mehr als einmal fragt man sich, ob das noch eine Saiten- oder schon eine Tastenklampfe ist. Dieser Effekt ist nicht neu, aber man muss ihn auch erst mal so gekonnt auf den Rohling bannen. Alles in allem, liefern C.U.T.E. mit ihrem neuen Album soliden, gut produzierten, instrumentalen Postrock ab, ohne die großen Innovationen auffahren zu können und vermutlich auch zu wollen. Es bleibt aber ein fader Beigeschmack. Ausgerechnet der erste und der letzte Eindruck der Scheibe überzeugen leider nicht. Dabei kommen der Titeltrack und das Finale auf zusammen 19 Minuten – bei fünf Songs und knapp 35 Minuten Albumlänge. Bis zum nächsten Album sollten sie sich etwas mehr Zeit nehmen, um die Songwriting-Potentiale, die sie ja besitzen, auf  die volle Distanz auszudehnen.

Bewertung: 6/10

Anspieltipp: Grade Seperation

Zum Weiterhören: Mit der Single Crawling von ihrem zweiten Album Find A Place To Be Safe sind Collapse Under The Sunrise auf einem kostenlosen Download-Sampler von einem US-Magazin namens Strange Glue vertreten. Im Stream könnt ihr euch vieles vollständig bei MySpace anhören.

(Disclaimer: Uns wurde ein Rezensionsexemplar von ADD ON MUSIC zur Verfügung gestellt.)

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